Ein kontrollierbares und schonendes Reinigungsverfahren (Grafik 1):
Die Trockeneis-Reinigung beruht auf einem Druckluftverfahren: Die kleinen, tiefgefrorenen CO2-Pellets mit einem Durchmesser von 3 mm werden per Druckluft mittels eines Kompressors und eines Trockeneisstrahl-Geräts auf die zu reinigende Oberfläche geschossen. Der im Kompressor erzeugte Luftdruck wird in der Einheit „bar“ gemessen. Je größer der erzeugte Luftdruck des Kompressors, um so größer die kinetische Energie der CO2-Pellets, wenn diese auf eine Schmutzschicht geschossen werden.
Die zwei Reinigungseffekte von Trockeneis (Grafik 2):
Tiefgefrorene CO2-Pellets sind eher weich (ca. 1-2 Mohs). Treffen die Pallets per Druckluft auf eine Verschmutzung, verursachen sie darauf zunächst einen thermischen Kälteschock. Die Verschmutzung wird eingefroren, versprödet und bildet Mikrorisse.
Sofort nach dem Auftreffen lösen sich die tiefgefrorenen CO2-Pellets aufgrund von Temperatur vollständig in Gas auf. Diesen Wechsel von festen in gasförmigen Zustand nennt man Sublimation. Bei CO2 vergrößert sich hierbei das Raumvolumen um das 700-fache. Diese Volumenvergrößerung führt in der spröden und rissigen Schmutzschicht zu mikroskopischen Schockwellen. Der Schmutz wird buchstäblich weggesprengt.
Trockene Reinigung ohne Reinigungsmittel-Rückstände (Grafik 3):
Nachfolgende Pallets erzielen eine weitere, abtragende Wirkung der Schmutzschicht. Die zu reinigende Grundoberfläche wird hier jedoch nicht beschädigt. Da sich die CO2-Pallets zu 100 % rückstandsfrei in Gas auflösen, bleiben nur staubartige Partikel der Verschmutzung zurück.